10. Jun, 2019

Der Antagonist.

Hallo, ihr Lieben.

Und weiter in der Reihe: Von der zündenden Idee zum Buch.

Assyrien. Mich hat dieses antike Reich immer faziniert. Es war eines der ersten Großreiche der Menschheit und bietet soviel Stoff, das man in spannende Geschichten einweben kann. Am Zenit seiner Macht hatte sich das Reich jedoch zum Joch für die gesamte Menschheit Mesopotamiens und des Nahen Ostens entwickelt. Die Assyrer knechteten die eroberten Gebiete und bluteten sie regelrecht aus. Wie konnte es dazu kommen? Es geschah nicht grundlos oder aus Spaß an der Freude. Assyrien war anfangs ein eher friedliches Königreich. Doch lag es im Speckgürtel Mesopotamiens und zog somit immer Neid und Missgunst an, die sich in Überfällen und Angriffen ihrer Nachbarn äusserten. Die Assyrier unter ihren großen Königen fingen an, als erste Kultur überhaupt stehende Heere aufzubauen, wehrten sich und gingen in die Offensive. Je mehr Zeit verging, je mehr Könige den Thron an den Nachfolger übergaben, desto schneller vergaß man, wofür man eigentlich kämpfte. Gier und Macht korrumpierten die Assyrer. Und das ist im Allgemeinen der Anfang vom Ende jedes Reichs. Da steht Rom nicht alleine da.

Das war für mich eine ideale Ausgangsbasis, den Antagonisten in meinem Epos auszuarbeiten. Natürlich anders als bei den Assyrern, aber sie boten mir durch ihre Geschichte eine solide Basis dafür. Und ein Prophet aus dieser Zeit mit seiner Aussage:

Alle, welche die Kunde von deiner Zerstörung hören,

klatschen über dich in die Hände.

Denn über wen ist nicht deine Bosheit ständig ergangen.

-Nahum von Elkos über Ninive-

 

Bis demnächst.

 

Euer P.G. Connor